Dienstag, 2. April 2013

334.


Ein einziges hin und her. Schon für eine so lange Zeit. Wir finden und verlieren uns.
Und ich frag mich wann es ein Ende hat. Ich habe so lange gewartet. Gewartet und Gewartet.
Über Monate. Und er hat mir gefehlt, er hat mir so unfassbar gefehlt dass es nicht zu ertragen war.
Und dann war alles wieder gut. Er war zurück. Er war zurück in meinem Leben.
Und zum ersten Mal seit ich ihn kannte, hatte ich das Gefühl es wird alles gut. Ich dachte er bleibt.
Ich dachte er würde bei mir bleiben. In jeder Sekunde die ich mit ihm verbrachte,
merkte ich wie es wuchs und wuchs. Die ganze Sache zwischen uns. Die Gefühle,
auf beiden Seiten. Es war wunderschön, es war perfekt. Nahezu perfekt. Denn natürlich ging er,
wenn man das so sagen kann. Vielleicht ging ich, vielleicht gingen wir beide.
Doch vielleicht, und das ist am wahrscheinlichsten, ist niemand gegangen.
Wir haben uns einfach nur verloren. Wir hatten etwas Großes, etwas Mächtiges.
Und dann ließ er mich gehen. Ja, er hat mich gehen lassen. "Komm wir lassen das ganze lieber."
Als könnte man es lassen. Als könnte man es beenden. Von einem Tag auf den andern.
Als wäre das alles ganz leicht. Er hat mir nicht zugestimmt. Er hat nichts gesagt.
Er hat mich gehen lassen. Und ich ihn. Mit der Zeit ist immer deutlicher geworden,
dass wir nicht nach dem gleichen suchten. Wir hatten das gleiche gefunden.
Doch wir wollten es nicht beide. Ich wollte Liebe, er nicht. Und seitdem ist er weg. Endgültig.
Mal hier, mal da sehen wir uns. Und dann kurz darauf, in Momenten wie diesen,
fällt alles auf mich herab. Es zerreißt mich, von innen drin. Und ich kann es nicht aufhalten.
Ich will nicht wissen dass er immer noch genauso verliebt in mich ist wie ich in ihn.
Ich will nicht sehen wie er mich anschaut mit diesen traurigen Augen, weil ich weiß,
dass ich ihm fehle, genauso wie er mir. Ich will nicht mehr vor ihm stehen
und wissen dass ich ihn nicht küssen darf, wie ich es früher dürfte.
Ich will, dass alles so ist wie damals. Ich hätte doch nie gedacht,
dass er mir so fehlen wird. Ich hab mein ganzes Herz unbewusst in die Sache gesetzt.
Und jetzt ist es weg. Er hat es einfach genommen.

333.

Eine Frage tippen, tief durchatmen,
senden drücken und dann erstmal fluchtartig den Raum verlassen, 
weil man die Antwort garnicht wissen will.


332.

Man schweigt immer bei den Menschen,
denen man eigentlich so viel zu sagen hat.

Montag, 1. April 2013

331.

Die tollsten Menschen zweifeln an sich selbst, 
während die mit dem Charakter einer Mülltonne 
vor Selbstbewusstsein strotzen.

330.

Wenn uns Menschen nahe stehen, beginnen sie leere Stellen in uns auszufüllen 
und uns zu vervollständigen, bis sie ein wesentliches Bestandteil von uns sind. 
Doch wenn sie uns dann verlassen, hinterlassen sie eine größere Lücke, als die, 
welche vorher da war. Deshalb fangen wir an, Mauern um uns herum zu bauen - 
Den Schutzwall, der Gefühle und Emotionen weder freigibt, noch hineinlässt.