Mittwoch, 12. September 2012

232.

Und wir machen die gleichen Fehler, immer und immer wieder. Bis wir letzendlich merken, 
dass das alles keinen Sinn ergibt. Dass es falsch ist. Und dass es zu nichts führt.
Ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment, damals, vor ziemlich genau 2 Jahren und 2 Wochen.

Ich war zarte 20, als ich dich das erste mal sah, da im Marktkauf & du hast mich so süß angelächelt. 
Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ein Mensch in mein Leben tritt, 
so vom einen Tag auf den nächsten, der dasselbe fühlt wie ich, das gleiche sieht wie ich, 
dasselbe denkt, so wie ich. Jemand, der auf einmal mein Leben auf den Kopf stellt, es umkrempelt, 
und es wieder neu definiert. Und es war gut. Ich war schwerelos. Denn noch nie zuvor hatte ich so etwas Intensives,
 Wahrhaftiges,.. so etwas Echtes für einen einzigen Menschen empfunden. 
Es war mehr als Seelenverwandtschaft,.. es war Schokolade und Glück, Farben und Zuversicht. 
Es war Liebe. Niemals werde ich diesen Tag vergessen, diesen 29.8.2010,
an dem alles einfach so unglaublich perfekt war. Es war kalt, doch mein Herz war bunt. 
Es brannte und es explodierte fast. An diesem Abend saß ich noch die ganze Nacht an derselben Stelle,
 an meinem Schreibtisch, an der ich in diesem Moment in die Tasten schlage. Ich dachte nach, über das, 
was passieren würde, mit uns. Wir schrieben uns Nachrichten und mit jeder einzelnen blieb mein Herz fast stehen. 
Ich konnte es nicht glauben: Hatte ich endlich den Menschen gefunden, von dem ich diese ganzen  20 Jahre 
geträumt hatte? Unsicherheit und ein wenig Angst umgab mich.. denn ich wusste nicht, was ich für dich war, 
oder für dich bedeutete. Als Mädchen war ich immer sehr schüchtern, wusste nicht recht, 
wie ich mich an so etwas wie Liebe herantasten sollte. Einige Typen mochten ganz nett sein, 
aber ich hatte damals den fest entschlossenen Plan, auf den Richtigen zu warten. 
Wieder öffnete ich eine neue Nachricht von dir.. mein Herz, es begann, wie wild gegen meinen Brustkorb zu trommeln.  
Ja, damals bist du in mein Leben geschlichen.. wie ein König, der auf einmal meine Welt regiert und ordnet. 
Nein, du warst keiner von diesen allmächtigen, herrschsüchtigen Königen, du warst ein warmherziger, 
ein offener und vor allem ein beschützender König. Wieviel wir bereits gemeinsam erlebt haben, 
durch Höhen und Tiefen sind wir gegangen. Das Leben war nichts als kunterbunt, gelb und blau. 
Doch auch auf die grellsten Farben folgt einmal ein Aufschlag auf den harten Boden der Realität. 
Man lernt sich kennen und beginnt, sich auch mit den negativen Seiten des Gegenüber auseinanderzusetzen. 
Dass es da vielleicht Eigenarten gibt, die nicht so leicht mit Farbe zu begleichen, oder mit dem Radierer zu entfernen sind.
Genau dann muss man eine Entscheidung treffen. Man muss sich entscheiden, ob man sich einfach so nimmt, 
wie man ist und was man ist.. ob man lernen kann, mit diesen Seiten umzugehen.. oder ob man einen Rückzieher macht, 
wie die meisten Menschen in diesen jungen Jahren. Das ganze mit Sätzen wie "Ich glaube ich habe keine Gefühle mehr für dich" 
oder "Wir haben uns einfach auseinandergelebt" zu beenden oder aber sich der Hürde zu stellen, 
ihr zu trotzen mit geschwollener Brust. Wir entschieden uns fürs Kämpfen. Immer wieder sind wir aufgestanden, 
gefallen und aufgestanden. Die Liebe, diese Farben, sie fielen nie von uns ab. Nun stehen wir hier, 
nach 2 Jahren, die Blätter wenden sich langsam dem Boden zu.. und bald ist er wieder da, der Winter.
Doch unsere Herzen schlagen immer noch füreinander. Wir sind jetzt vielleicht andere Menschen, 
du wohnst in einer anderen Stadt und anders aussehen tuen wir auch, irgendwie. Doch das, 
was wir bis hierher alles gemeinsam geschafft haben, das, was wir uns gemeinsam aufgebaut haben, 
das kann uns keiner nehmen. Unsere Wege haben sich mittlerweile getrennt, Marcus. Aber ich weiss,
das du meine erste große Liebe warst und bist. Und dass mein Herz für immer Farbe von uns mit sich tragen wird. 
Cheers.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen