Mittwoch, 22. August 2012

193.

Als ich dich zum ersten Mal gesehen habe, da hatte ich noch keine Ahnung von Liebe.
 Keinen blassen Schimmer. Mir hatte noch nie jemand wehgetan. Ich war naiv und 
unschuldig und noch so verdammt jung. Aber ich wusste vom ersten, vom allerersten
 Augenblick an..dass ich dich mag. Ich überlege mir, wie sehr die Realität manchmal in 
mein Leben eingeschnitten hat, als ich sie auszuklammern versuchte. Und jetzt versuche
 ich ihr einen Platz am Tisch anzubieten, um mich an ihre Anwesenheit zu gewöhnen.
Es soll am Anfang eines Kampfes einen Moment geben, in dem man aufgeben kann. 
Aufgeben bevor man gekämpft hat. Dort geben Feiglinge auf. Es gibt auch während dieses
 Kampfes einen Moment, in dem man aufgeben kann. Aufgeben auf halbem Weg. 
Das gilt für Zweifler. Auch am Schluss jenes Abschnittes gibt es diesen einen Moment, 
in dem man aufgeben kann. Aufgeben weil der Kampf verloren scheint. Der Moment der
 Verlierer. Wer aber diesen Moment nicht bemerkt oder wahrnimmt kann nicht mehr 
aufgeben. Ist gezwungen diesen Kampf und alle Folgen auszusitzen. Manche halten dem 
stand. Die Märtyrer. Manche aber gehen ein. Das sind die größten Verlierer.

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